Frischer Wind im Surentaler Fussball

Was sich vergangene Saison aufgrund vernachlässigter Nachwuchsarbeit sowie einigen voreiligen Frühpensionierung bei den Veteranenmannschaften Sursee und Triengen/Knutwil abzeichnete, ist Tatsache geworden. Die beiden ewigen Kontrahenten machten den Schulterschluss und gehen unter dem neuen Namen „Team Surental“ gemeinsam und gestärkt in die neue Saison der Innerschweizer Veteranen – Meisterschaft. Und wie…

Last Minute- Cuperfolg in Malters
Dieser erste Ernstkampf zeigte uns auf, dass wir von einer Frühform noch weit entfernt waren. Während in der ersten Spielhälfte die Einheimischen Malteser den Strafraum der Surentaler nur aus früheren Erzählungen kannten, drehte das Spiel im zweiten Durchgang komplett. Es schien, als ob einige ein gewisses Übertraining nicht verbergen konnten. Nicht nur das Wetter war nun drückend, sondern auch der Gegner.
So brauchte es die Inszenierung eines „Lucky Punchs“, diesmal sauber interpretiert von unserer Nummer sieben, um das Erreichen einer weiteren Cuprunde doch noch rechtzeitig sicherzustellen.

Kurz Lätz mit dem Luzerner SC
Gäbe es im Fussball eine Benotung wie beim Schwingen, man dürfte getrost eine Zehn in die Runde zeigen. Denn immerhin galt es, auswärts gegen einen mehrfachen Kranzgewinner auf dem grünen Viereck anzutreten. Die Heimischen Luzerner mussten aber schon bald erkennen, dass die von Afftentranger Rainer trainierte neue Union die Zwirnhosen satt angezogen hatte und richtig guten Fussball zeigte. Als dann der Möstl Erich auf den Stirnemann Jörg auflegte, wars um die Null auf der Anzeigetafel der Luzerner geschehen. Und als dann auch noch Stauffacher Werner zum Wiederholten mal das Sägemehl im gegnerischen Strafraum aufwirbelte und das 0:2 vorbereitete, brandete schon so etwas wie eine La Ola Welle in der restlos ausverkauften Arena.
Das Aufbäumen der Stadtluzerner nach der Halbzeit war nur von kurzer Dauer, denn der Buck Erich machte den berühmten Sack schon bald zu, dies nachdem unser Stürmer mit einem klassischen „Wyberhacken“ im Strafraum gelegt wurde. Der Rest des Spiels ging schon fast in die Kategorie „Show und Animation“ und das Abwischen des Sägemehls der Luzerner war nur noch reine Formsache. Den obligaten Muni wollten wir aber erst eine Woche später gegen Altdorf präsentieren.
Mit Voodoo Zauber zum historischen Sieg
Unter dem Decknamen -Operation Walterli- stiegen die Surentaler im Knutwiler Hexenkessel in das prestigeträchtige Duell gegen den FC Altdorf. Einige Rechnungen schienen gegen diesen harten Widersacher noch offen, nur so konnte der fleissige Trainingsbesuch (20!) unter der Woche erklärt werden. Unser grosses Teamaufgebot für die Mannschaftsphoto konnte den Gegner vorerst nicht einschüchtern. Im Gegenteil, die Altdorfer zerzausten unsere Frisuren, wo noch vorhanden, ganz ordentlich durcheinander und stürmten wie ein Urner Föhnsturm über den Platz. Mit dem 0:2 waren wir gut bedient, auch wenn einige Duftmarken unsererseits nicht ausblieben. Dann brauchte es allerdings eine Art „Handgranatenball“ (das ist ein weiter Einwurf) in den Strafraum der Altdorfer, welcher von Pädi Koch raffiniert mit dem Rücken über die Linie gedrückt wurde, um weiterhin im Spiel zu bleiben.
Die Meinungen in der Pause waren schnell gemacht. Die Gäste mussten vermehrt in Zweikämpfe verwickelt werden und der Griff an die Hörner dieses kräftigen Stiers musste vehementer werden. Diese Entschlossenheit führte zum zwischenzeitlichen Ausgleich, welcher aber postwendet nach einem „Freistösschen“ wieder in einen Rückstand mutierte. In dieser Phase erinnerte sich unser Goali Roli Wehrli rechtzeitig wieder an seine Stärken. Er liess mehrmals erkennen, weshalb er nach dem Spiel als Voodoo Men bezeichnet wurde.
Noch immer war man im Rückstand, ehe sich Armin Buck ein weiteres mal seiner „Bulldozer“- Qualitäten besinnte. Er pflügte sich durch die ganze Hintermannschaft und legte zu Pädi Koch auf, der im Stile eines spanischen Torreros kaltblütig die Kugel einschob.
Als dann Erichs Kopfball (wohlgemerkt aus 16 Metern) den Weg ins Tor fand, standen die Altdorfer nach zwei Jahren am Rande Ihrer ersten Niederlage! Zwei weitere Treffer besiegelten dieses Schicksal und der Grund für einen längeren Aufenthalt im Clubhaus war damit gegeben.

Die weiteren Spiele des Team Surental
(Veteranen Meisterklasse)
Freitag, 10.9.: FC Ibach – Team Surental Freitag, 24.9. : Team Surental – Buochs (in Knutwil) Freitag, 01.10.: FC Giswil – Team Surental