FC Sursee tritt auf der Stelle
Geschrieben von: André Moita Saraiva Dienstag, 20. September 2011 um 04:48 Uhr
Der FC Sursee tritt auf der Stelle
Am Samstag zeigte der Aufsteiger FC Baar warum er auf der Tabellenspitze ist und besiegte den FC Sursee mit 0:2 (0:1). Die Surenstädter haben jedoch umgehend die Chance sich für die Niederlage zu rehabilitieren. Sie traten am Mittwoch im Gersagstadion gegen den FC Emmenbrücke zum zweiten Luzerner Derby der Saison an.
Die sechs Tore und guten Darbietungen in den letzten 180 Minuten auf der Schlottermilch liessen die Surseer das Spiel gegen den Aufsteiger aus dem Kanton Zug mit viel Selbstvertrauen angehen. Beide Teams waren erpicht das Spiel schnell zu ihren Gunsten zu entscheiden und so lieferten sie sich 20 Minuten lang einen guten Schlagabtausch. Doch in der 24. Minute kam der Wendepunkt im Spiel. Bei der Ausführung eines Freistosses gelang Antonio Vujevic mit viel Glück, eines dieser Tore die nur alle 100 Mal gelingen. Mit dem angewinkelten Bein hinter dem Rücken lenkte er den Ball ins Tor. „Ein glücklicher Abschluss“ wie Stefan Marini nach dem Spiel kategorisierte. Allerdings sei habe dies den Rhythmus seiner Mannschaft gebrochen.
Tatsächlich waren die nächsten vierzig Minuten entscheidend für das Spiel. In den verbleibenden 20 Minuten bis zum Pausenpfiff spielte sich der FC Sursee buchstäblich selbst aus. Man arbeitete sich gut in die gegnerische Hälfte vor jedoch wurden „die falschen Entscheidungen bei den letzten Zuspielen“ getroffen, wie Marini die Phase des Spiels beschrieb.
Das Spiel definitiv entschieden haben dann die ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit. Dank der Führung, kam der FC Baar aus der Garderobe entschlossen, das Spiel der Surseer zu zerstören. Das kompakte Fünfermittelfeld des 4-2-3-1 Spielsystems verteidigte sehr aggressiv. Sie blockierten den Grossteil der Spielaktionen der Surseer und verunsicherten die Gastgeber etwas. Eine clevere Vorgehensweise der Zuger, bei der allerdings die eine oder andere gelbe Karte wohl angebracht gewesen wäre. Nichts desto trotz trug diese Strategie Früchte. In den letzten 25 Minuten musste der FC Sursee sein Spiel öffnen um den Ausgleich zu suchen. Dies eröffnete den Gästen viele Möglichkeiten zum Kontern. Die vier Offensivspieler des FC Baar konnten allerdings auch den Ball gut in der Offensive halten, so dass der FC Sursee sein Ziel verfehlte und die Mannschaft aus Baar noch mehr Spielanteile hatte. Tatsächlich waren die Baarer dem 2:0 wesentlich näher als die Surseer dem Ausgleich. Nach drei Aluminiumtreffern fiel dieses dann auch. In der 84. Minute brachte die Surseer Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Baars Hofer traf zum 0:2.
Es war ein schweres Spiel, gegen einen sehr starken Gegner das die Mannschaft aus dem Surental verloren hat. Nun ist die Mannschaft auf dem zehnten Tabellenrang, hat aber nicht viel Zeit darüber nachzudenken, denn schon vier Tage darauf, am Mittwoch treten sie gegen den FC Emmenbrücke im Gersagstadion an. „Vielleicht ist das genau die richtige Medizin für die Mannschaft“ erörterte Stefan Marini nach dem Spiel. Die Mannschaft könne so wieder auf den Platz und „umgehend Fussball spielen anstatt sich zu viel mit der Niederlage zu befassen.“ Angepfiffen wird das zweite Luzerner Derby der Saison um 20.00 Uhr.
FC Sursee – FC Baar 0:2 (0:1)
Schlottermilch, 212 Zuschauer – SR: Rothenfluh
Tore: 24. Vujevic 0:1; 84. Hofer 0:2
FC Sursee: Meier; Hauri, Winiker, Türkal, Dahinden; Peter, Pinto (81. Graf), Joos (73. Wyder), M. Bättig; Dedic, Mendes (46. Steinmann)
FC Baar: Eldic, Dietrich, Roggenmoser, S. Lüthold, Mäder; Hofer, Reci; Kottmann, F. Lüthold, Walker; Vujevic (79. Baumann)
Bemerkungen: 12. Lattentreffer von Kottmann; 70. Pfostenschuss von Vujevic; 77. Lattentreffer von Hofer; 88. Pfostenschuss von F. Lüthold